Grundvoraussetzungen für den Bau von ADSS-Glasfaserkabeln
(1) Die Installation von ADSS-Glasfaserkabeln erfolgt typischerweise an unter Spannung stehenden Freileitungsmasten. Während der Installation müssen isolierte Endlosseile, isolierte Sicherheitsgurte und isolierte Werkzeuge verwendet werden. Die Windgeschwindigkeit darf Windstärke 5 nicht überschreiten. Zu Freileitungen unterschiedlicher Spannungsebenen muss ein Sicherheitsabstand eingehalten werden: mehr als 1,0 m bei 35 kV, mehr als 1,5 m bei 110 kV und mehr als 3,0 m bei 220 kV.
(2) Aufgrund der extremen Empfindlichkeit optischer Faserkerns, Spannung und seitlicher Druck dürfen während der Installation nicht übermäßig sein.
(3) Während der Installation darf das Glasfaserkabel nicht am Boden, an Gebäuden, Türmen, Kabeltrommelkanten oder anderen Gegenständen reiben oder mit diesen kollidieren.
(4) Der Biegeradius des Glasfaserkabels ist begrenzt. Im Betrieb sollte der Biegeradius in der Regel ≥ D betragen, wobei D der Durchmesser des Glasfaserkabels ist. Bei der Installation sollte der Biegeradius ≥ 30D betragen.

(5) Das Verdrehen des Glasfaserkabels führt zu dessen Beschädigung; ein Längsverdrehen ist strengstens verboten.
(6) Die optische Faserkern Bei Feuchtigkeit oder Wassereintritt ist das Glasfaserkabel bruchgefährdet. Die Enden müssen daher bei der Installation mit wasserdichtem Klebeband abgedichtet werden. (7) Der Außendurchmesser des Glasfaserkabels muss der Kabellänge entsprechen. Jegliche willkürliche Anpassung der Kabeltrommel während der Montage ist untersagt. Auch die Armaturen müssen dem Außendurchmesser des Glasfaserkabels entsprechen und dürfen nicht falsch verwendet werden.
(8) Nach der Installation jeder Glasfaserspule wird üblicherweise eine ausreichende Kabellänge für die Aufhängung und das Spleißen an den Masten sowie für die Installation von Glasfaserverteilerrahmen in Umspannwerken reserviert.
Durchhängendes Spannungsmessgerät
Die Messwerte des Durchhangspannungsmessers liefern entscheidende Informationen über die aerodynamische Leistung von ADSS-Glasfaserkabeln. Ein umfassendes Verständnis und die korrekte Anwendung dieser Daten sind unerlässlich für die Verbesserung der Projektqualität.
Hersteller bieten üblicherweise drei Arten von Durchhangspannungsmessgeräten für konstante Bedingungen an: konstanter Installationsdurchhang (ein fester Prozentsatz der Spannweite), konstante Installationsspannung und konstante Lastspannung. Diese drei Messgeräte beschreiben das Durchhangspannungsverhalten von ADSS-Glasfaserkabeln aus unterschiedlichen Perspektiven.
Die Tabelle veranschaulicht lediglich das Durchhangverhalten von ADSS-Glasfaserkabeln unter bestimmten Betriebsbedingungen und weicht von realen technischen Anwendungen ab; daher ist sie mit Vorsicht zu genießen. Wichtig ist, dass die Spannweite in der Tabelle die tatsächliche Spannweite, genauer gesagt die Spannweite eines isolierten Abschnitts, angibt, d. h. die Spannweite bei nur einem Zugabschnitt.
In der Praxis sollte zunächst die repräsentative Spannweite des betreffenden Zugquerschnitts ermittelt werden. Anschließend sollten die Durchhang- und Zugspannungsdaten für Spannweiten mit gleichem oder ähnlichem Wert wie die repräsentative Spannweite in der Durchhang-Zugspannungstabelle nachgeschlagen werden.
Beachten Sie, dass es sich bei der Durchbiegung in diesem Fall in der Regel um eine zusammengesetzte Durchbiegung handelt. Die horizontale und vertikale Durchbiegung werden anhand des Windablenkwinkels ermittelt. Ausgehend von den theoretischen Werten für die repräsentative Durchbiegung, die repräsentative Zugkraft und die repräsentative Spannweite werden die tatsächlichen Daten berechnet.
Unter kontrollierten Bedingungen hängt die Windlastbegrenzung von den mechanischen Eigenschaften des ADSS-Glasfaserkabels ab. Sie tritt typischerweise bei großen Spannweiten (über 600 m) und Windgeschwindigkeiten über 30 m/s auf. Das ADSS-Glasfaserkabel ist leichter als der Leiter und sein Windablenkwinkel ist größer, wodurch es anfälliger für Dehnung ist. Dies kann bei starkem Wind potenziell zu einer Kollision des ADSS-Glasfaserkabels mit dem Leiter führen.
Obwohl die Berechnungen für die Auslegung komplex sind, wird bei kurzen Spannweiten (unter 100 m) üblicherweise ein Durchhang von 0,5 m angenommen; bei Spannweiten zwischen 100 m und 120 m beträgt der Durchhang 0,7 m. Der tiefste Punkt des Durchhangs des ADSS-Glasfaserkabels darf nicht tiefer liegen als der tiefste Punkt des Leiterdurchhangs.
Im praktischen Bauwesen wird bei durchgehenden Spannweiten an Abspannmasten häufig die mittlere Spannweite oder eine größere, nahe der Mitte liegende Spannweite mit dem geringsten Höhenunterschied der Aufhängepunkte als Beobachtungsspannweite gewählt. Bei 7 bis 15 Spannweiten sollten an jedem Ende zwei Beobachtungsspannweiten ausgewählt werden. Gängige Beobachtungsmethoden sind die Methode gleicher und ungleicher Spannweiten zur Durchhangsmessung; auch die Spannungsmessung kann herangezogen werden.
Die Planung und der Bau von ADSS-Glasfaserkabeln sind komplexe Systemtechnikprojekte, die zahlreiche Aspekte wie Mechanik, Elektrotechnik, meteorologische Bedingungen und die Qualifikation des Baupersonals umfassen. Sie erfordern sowohl wissenschaftliches Vorgehen als auch effiziente Arbeitsmethoden.
Mit dem kontinuierlichen Fortschritt im Bereich der Energieinformationsnetztechnik werden immer mehr Erfahrungen im Bau und in der täglichen Wartung gesammelt, was zu einer verstärkten Entwicklung der Anwendung von ADSS-Glasfaserkabeln führen wird.














