Wie lässt sich feststellen, ob ein Kabel ein Glasfaserkabel ist?
I. Direkte Sichtprüfung (am häufigsten angewendet)
Dies ist die einfachste und direkteste Methode, für die keine Werkzeuge benötigt werden.
1. Markierungen und Aufdruck prüfen
Auf dem äußeren Kabelmantel sind üblicherweise die Modellnummer und die technischen Daten aufgedruckt. Achten Sie auf folgende Buchstaben:
Glasfaser: Faser, optisch, Glasfaseroptik, OFN (optische nichtleitende Faser), OFNP (flammhemmend), GYFTY (optisches Außenkabel) usw.
Modellbezeichnungen: Kabel mit Bezeichnungen wie GY, GJ, GJF, ADSS usw. sind in der Regel Glasfaserkabel. Kabel mit Bezeichnungen wie CAT5, CAT5e, CAT6, CAT6A usw. sind Kupferkabel (Netzwerkkabel).
Beispiel: Wenn auf dem Kabel „GYXTW 4B1“ oder „OFNP 4 Fiber Multimode 50/125“ aufgedruckt ist, handelt es sich definitiv um ein Glasfaserkabel.
2. Verbindungen (Joints) prüfen
Dies ist die zuverlässigste Methode. Untersuchen Sie die Anschlüsse an beiden Enden des Kabels:
Glasfaserverbinder: Üblicherweise aus Keramik mit weißem oder blauem Kern. Gängige Typen sind:
SC: Quadratischer Stecker, Push-Pull-Verbindung.
LC: Kleiner quadratischer Stecker, halb so groß wie SC.
FC: Runder Metallverbinder mit Gewindering, der durch Drehen festgezogen werden muss.
ST: Runder Schnappstecker, ähnlich BNC, muss verriegelt werden.
Kupferkabelverbinder:
RJ45: Der gängige Netzwerkkabelstecker mit 8 Metallkontakten im Inneren.
Koaxialkabelstecker: Ähnlich wie Kabelfernsehstecker, mit einem Stift in der Mitte.
Eine einfache Analogie: Wenn Sie in der Mitte des Steckers eine durchsichtige „Glasperle“ sehen (eigentlich die Glasfaserendfläche innerhalb der Keramikhülse), handelt es sich um Glasfaser. Wenn Sie eine Reihe goldener Metallplättchen sehen, handelt es sich um Netzwerkkabel.
3. Spüre Gewicht und Flexibilität.
Glasfaser: In der Regel leichter als Kupferkabel gleicher Dicke. Da sie Glasfasern und kein Metall enthält, ist sie leicht. Sie fühlt sich beim Biegen relativ spröde an, ist zwar etwas steif, aber dennoch flexibel.
Kupferkabel (insbesondere Netzwerkkabel): Da es 8 Kupferdrähte enthält, fühlt es sich schwerer an und ist beim Biegen flexibler und widerstandsfähiger.
4. Überprüfen Sie die innere Struktur (wenn möglich).
Warnung: Diese Methode kann das Kabel beschädigen; gehen Sie mit Vorsicht vor.
Schneiden Sie einen kleinen Abschnitt des Kabelmantels auf, um die innere Struktur zu beobachten:
GlasfaserkabelSie werden eine sehr dünne (haardünne), zerbrechliche Glas- oder Kunststofffaser (meist weiß oder transparent) sehen, die möglicherweise von Aramidfasern (Kevlar, einer gelben, hochfesten Faser) und einem Verstärkungskern (meist Stahl- oder Glasfaserstab) umgeben ist.
Kupferkabel: Sie sehen mehrere Stränge aus Kupferdraht (in der Regel 4 Paare mit je 8 Drähten und farbiger Isolierung) und gegebenenfalls einen Zugdraht (üblicherweise ein Nylonseil).
II. Funktionsprüfungsmethode (Benötigte Ausrüstung)
Verfügt man über die entsprechende Ausrüstung, kann man die Festigkeit des Kabels durch Verbindungstests ermitteln.
1. Verwendung eines optischen Leistungsmessers
Dies ist die professionellste Methode. Verbinden Sie ein Ende des Kabels mit einer bekannten Lichtquelle (z. B. einem optischen Transceiver oder einer Taschenlampe) und das andere Ende mit einem optischen Leistungsmesser. 1. Zeigt der Leistungsmesser einen Wert an, handelt es sich definitiv um Glasfaser, und die Übertragungsdämpfung kann gemessen werden.
2. Beobachten Sie den Geräteanschluss.
Prüfen Sie den Geräteanschluss, an den das Kabel angeschlossen ist. Wenn der Anschluss mit „FX“, „OPTICAL“, „SFP“ usw. gekennzeichnet ist oder wenn es sich bei dem Anschluss selbst um eine Glasfaserschnittstelle handelt (wie z. B. SC, LC usw., wie oben beschrieben), dann handelt es sich bei dem eingesteckten Kabel um ein Glasfaserkabel.
III. Ein sehr wichtiger Sicherheitshinweis!
Schauen Sie niemals direkt auf die Stirnfläche eines Glasfaserkabel!
Selbst wenn das Kabel an kein Gerät angeschlossen ist, kann eine unsichtbare Laserstrahlung auftreten, oder jemand hat versehentlich eine Lichtquelle angeschlossen. Diese Laserenergie ist extrem hoch und kann Ihre Netzhaut dauerhaft schädigen, ohne dass Sie es bemerken.















